1. Jänner 2018

Was macht frau an Weihnachten und Silvester. Am Besten in die Pampa verschwinden, da wo sie von Weihnachten und Silvester noch nichts so viel wissen, wo es keine Raketen und Knaller gibt, die meine Hunde zu Tode erschrecken.

Schon die Anfahrt ist sehr interessant, unterbrochen durch eine Einladung in eine außergewöhnliche Villa mit Pool, wo wunderschöne Gästezimmer entstehen werden und eventuell auch einige Stellplätze für Wohnmobile. Nur 20 km von Agadir entfernt, doch in absoluter Ruhe, da bin ich schon neugierig drauf.

Spät abends komme ich an, in Taroudannt. Die erste Nacht stelle ich mein Bett an der Mauer ab, um nächsten Tag noch Einkäufe zu erledigen und die Stadt zu spüren. Ich liebe diese Oasenstadt ihre Bewohner, die verwinkelten Gassen, den Place Assarag, hundert kleine Geschäfte und die Souks.

Die Verkäufer am Obst- und Gemüsemarkt erkennen mich sofort wieder, genauso die jungen, motivierten Betreiber eines neuen Imissstands. Letzten Jänner war ich zur Eröffnung dabei.

Bepackt mit Lebensmittel rufe ich mir ein Taxi. Bevor ich dem Fahrer mein Ziel nennen kann, grinste er mich an und sagte „Bon jour, je sais Madame Caravan“. Immer wieder erstaunt mich, wie viel die Leute sich merken. Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals mit ihm gefahren zu sein.

Mein Schlafplatz für die kommenden Tage, Wochen ist eine kleine Seitengasse in Noyal, ein kleines Dorf, ein paar Kilometer von Taroudannt entfernt. Da schlage ich meine Zelte auf…. :-) , parke ich mein Wohnmobil. Ich habe Zugang zu einem herrlichen Obstgarten, wo mir die Orangen, Zitronen und Mandarinen sozusagen in den Mund wachsen. Nebenan ein riesiges Feld mit frischen Kräutern und ideal als Auslauf für meine Hunde.

Um das „ Weihnachts – Stress – Feeling“ nicht gänzlich zu entfliehen, fahre ich mit Freunden am 24. zum Souk berbère al Had. Unbehelligt schlendern wir durch den Markt, gehandelt wird alles, vom Küken bis zur Unterwäsche. Frauen bieten Frühstück an, das wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Jeden Freitag lädt der Kaid von Freija zum traditionellen Kuskus – Essen, hier treffe ich viele Bekannte, hauptsächlich Plantagenbesitzer. Ein interessanter Nachmittag, wo die neuesten Informationen ausgetauscht werden, anschließend noch ein Besuch einer Moringa – Plantage, deren entstehen ich vom Beginn an verfolge.

Silvester – natürlich wissen viele Einheimische wie Silvester in Europa gefeiert wird, manche feiern es auch, wünschen ein „Bonne année“. In untouristischen Gegend eben ohne Knallerei und das ist gut so.

Wir, europäische und marokkanische Freunde und ich, machen uns einen gemütlichen Abend mit Feuer, Spaghetti und Champagner. Welch ein Luxus, die Ruhe, hervorragendes Essen und Getränke und die Freundschaft lieber Menschen.

Ich verlasse ein gutes, sehr positives Jahr. Vornehmen tu ich mir nichts für das neue. Ich nehme es, wie es kommt und mache das Beste daraus.

 In diesem Sinne wünsche ich euch ein GESUNDES, GLÜCKLICHES neues Jahr, Mögen eure Wünsche und Sehnsüchte in Erfüllung gehen.